Fisch Fasch

Flohmarkt

16.05.2010

Das war ein schönes Wochenende! Endlich wieder Flohmarkt! Schade zwar, dass der Nachtflohmarkt gestrichen wurde, und damit die tolle Atmosphäre auch, aber das neue Prozedere hatte auch enorme Vorteile. Mann musste nicht Tage vorher seinen Platz reservieren und verteidigen, sondern konnte online seinen Platz auswählen und morgens zwischen 5 und 7 Uhr aufbauen. Für junge Eltern wie wir kein Problem, unser ganz persönlicher Wecker weckt uns ohnehin irgendwann zwischen 6 und 7 Uhr.

Fast ein Jahr lang haben wir jetzt den Keller vollgestopft mit unnützem Kram und Gerümpel und zahllosen Kisten mit schwarzem Edding die Aufschrift "Flohmarkt 2010" verpasst. Fast sah es so aus, als würde uns das Wetter mal wieder einen Strich durch die Rechnung machen, aber wir hatten echt Glück: es war zwar schweinekalt, aber dafür die meiste Zeit trocken. Der Flohmarkt war wirklich dieses Mal ein voller Erfolg! Durch die neue Zielgruppe Eltern mit Baby rollten die Euros €€€ und unsere Portemonnaies wurden immer immer schwerer. Genial!
Am späten Nachmittag, als wir keine Lust mehr hatten und um uns herum immer mehr Leute ihre Stände abbauten, stellte ich eine "zu verschenken" Kiste auf den Tisch. Da kam eine Frau und regte sich tierisch darüber auf, eine andere nahm sich wortlos zwei IKEA-Teller - aber die meisten haben sich gefreut und bedankt. Wirklich interessant, was für unterschiedliche Leute so unterwegs sind. Ich liebe Flohmärkte und ich liebe es, Sachen zu verkaufen (und nachher ein volles Portemonnaie zu haben...).
Heute dann haben wir das Kinderzimmer entkernt. Jemand hat unser altes Sofa abgeholt, weil es in eine arme Studenten-WG umzieht und wir haben ein - ohne das Sofa sehr wackliges - Regal abgebaut und in den Keller gebracht, der ja jetzt wieder Platz hat! Jippie. Nun ist unser Keller ordentlicher als so manche Wohnung. Was für ein tolles Wochenende! Und jetzt gleich muss ich eigentlich zu einem Konzert ins Gleis22, aber ich bin sooo müde und k.o., dass ich vermutlich wieder einmal versuche, meine Karte loszuwerden (das liegt einzig und allein daran, dass mal wieder niemand mit mir auf's Konzert geht, jawohl!). Denn morgen früh geht ja schon wieder der ganz normale Wahnsinn mit PEKiP, Vorstandssitzungen, Mitgliederversammlungen, Teamsitzungen, Endlosdiskussionen, Spaziergängen etc. los.

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Passwörter

22.02.2010

Diese Seite verwaist. Ich schreibe kaum noch was, weil ich kaum noch Zeit habe, und die Zeit, die mir bleibt, möchte ich mit Menschen verbringen oder telefonieren. Und jetzt ist es spät, ich bin müde, aber ich will trotzdem ein paar Dinge erzählen. Zum Beispiel dies: am Rosenmontag war ich mit Julius, Katrin und Indra in Düsseldorf. Der Düsseldorfer Karneval ist der nächste von hier aus im Rheinland, und deshalb fiel die Wahl auf diesen Ort. "Jeck we can" war das diesjährige Motto. Für Euch Münsteraner unvorstellbar, was richtiger Karneval ist, ich weiß. Aber es ist überhaupt gar kein Vergleich, glaubt mir. Sei's drum. Wir sind, wie letztes Jahr auch, um 11.11 Uhr mit dem NRW Ticket Richtung Essen gefahren. In Essen ist dann schon die Hölle losgewesen und wir haben uns in den letzten Wagen des doppelstöckigen Regionalexpresses gequetscht. Julius hing bei mir vor'm Bauch und rührenderweise wurde mir gleich von mehreren Personen ein Sitzplatz angeboten. Ist aber mit Kind vor'm Bauch gar nicht unbedingt bequemer und deshalb habe ich dankend abgelehnt. Im Zug waren hauptsächlich Ruhrpott-Teenies. Irgendeiner fing an zu rauchen. Na super, dachte ich. Eine von den Mädels rief dann "ey, da ist ein Baby" und kurze Zeit später riefen die Teenis im Chor "Kippe aus! Kippe aus! Kippe aus!" Tatsächlich hat der Typ seine Kippe ausgemacht, unglaublich! Das war wirklich cool.

Oder dies: Samstag bin ich im Zug von Köln zurück nach Münster gefahren. Ich hatte in einem Abteil einen Platz reserviert und eine Menge Gepäck dabei: einen Rucksack, eine Umhängetasche, einen Kinderwagen und natürlich Julius. Ich ging zu meinem Platz. Im Abteil saßen schon zwei ältere Damen mit ihren ausladenden Rollkoffern- sie guckten genervt, als ich hereinpolterte. Rucksäcke sind ja auch immer die schlimmsten Gepäckstücke im Zug... Aber als sie sahen, dass ich noch ein Baby im Gepäck habe, wandelte sich plötzlich die Stimmung "Ach wie süüüüß, ein Baby, ach wie toll, ach wie schön". Und auf einmal waren sie ganz nett zu mir und konnten auch über den Rucksack hinwegsehen. Die eine der beiden hatte einen pink gefärbten Pony und trug ganz viele Goldklunker. Das fand der Julius gut. Die Dame lebt seit 36 Jahren auf Malle, wie sich herausstellte. Die andere Dame war schon 75 Jahre alt und erzählte viel vom Krieg. Beide waren wirklich nett.

Oder das: gestern Abend war ich auf dem allerersten Konzert, seitdem Julius auf der Welt ist. Im Gleis22, was ja direkt um die Ecke ist und von wo aus ich sofort hätte zurückeilen können, falls Jan mich alarmiert hätte. War aber nicht so. Die Schwester kam vorbei und wir begannen den Abend in Butt's Bierstube mit leckeren Vegetarischen Rollen und Kaltgetränken. Zu Gast im Gleis waren Tony Sly, Joey Cape und Jon Snodgrass auf Akustiktournee. Joey Cape ist der Sänger von Lagwagon, eine Band, die ich schon vor 15 oder 16 Jahren live gesehen habe und seitdem bestimmt 30 mal, Tony Sly der Sänger von No Use for a Name. Beide können so fantastisch schön singen, der Tony Sly noch schöner als der Joey Cape. Hach es war toll. Es war das erste Konzert, welches ich im Gleis rauchfrei erlebt habe. Dabei riecht man erstmal, wieviel die Leute pupsen, eklig. Außerdem waren überall so nervige Schmusepärchen "Schatz, mir ist langweilig, jedes Lied klingt gleich" und Leute, die ständig mit ihren Digicams und Handys gefilmt haben. Nerv! Nerv! Nerv! Sowas gab es früher nicht. Früher war alles besser. Drei Stunden lang haben sie gesungen. Zu lang für eine alte Person wie mich, zu lang für eine junge Mutter. Aber schön war's.

Ach ja. Ich überlege, diese Seite von Herrn Lubux passwortschützen zu lassen. Dann könnte ich mir vorstellen, wieder mehr zu schreiben. Was meint Ihr?

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Münster brüllt

16.12.2009

Julius ist heute Nachmittag ganz rammdösig. Was für ein herrliches Wort. Ich hab es schon ewig nicht mehr benutzt! Wir waren gerade mit dem Münster-Opa Klamotten für den Winter shoppen. Das war ein angenehmes Shopping, weitab von der Innenstadt und das Gute am Shoppen für Babies ist ja, dass sie nix anprobieren müssen. Zu Weihnachten gibt's also Wolle-Seide Bodies, Wollstrumpfhosen und Wollpullis für Julius, oh yeah!

Gestern morgen drehte ich in aller Herrgottsfrühe eine Runde durch die Stadt. Die Weihnachtsmarktbuden hatten noch geschlossen und die Holländer saßen noch in ihren Reisebussen. Einzig ein paar Lieferanten blockierten die Fußgängerzone. Wie schön das war. Als ich mit dem Kinderwagen am Prinzipalmarkt entlangspazierte, erdreistete ich mich, auf dem Kopfsteinpflaster weiterzuschieben, da der Gehsteig von Mülltonnen blockiert war. Wer den Prinzipalmarkt kennt, weiß, dass die Straße dort recht breit ist, wer ihn nicht kennt, weiß es jetzt auch. Die Holländer rennen da auch immer rum, weil ihre Gruppen meist viel zu groß sind, als dass sie noch auf den Fußgängerweg passten. Sie werden dann oft von aggressiven Radfahrer weggeklingelt oder von Busfahrern weggehupt. Wie dem auch sei. Auf einmal brüllte mich eine Radfahrerin von hinten an: "DAS KANN JA WOHL NICHT WAHR SEIN, DA IST AUCH EIN BÜRGERSTEIG!!!!!" Als sie schimpfend an mir vorbeifuhr - übrigens mit Kind auf dem Gepäckträger - erwiderte ich überrascht: "Wow, das wusste ich ja gar nicht" woraufhin sie mich weiter wild anbrüllte. Ich dachte wirklich, falscher Film Teil II. Und Julius ist auch noch wachgeworden, gggggggggggggrrrrrrrrrrrrrrrrrr. Kann ja wohl wirklich nicht wahr sein. Arme Menschen.

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Vermeidung des Weihnachtswahnsinns am Samstag

05.12.2009

Heute morgen wachte ich auf und der Regen prasselte eklig an mein Schlafzimmerfenster. Überhaupt entwickelt sich das Schlafzimmerfenster als das ekligste der gesamten Wohnung. In der linken Ecke außen haben sich Tauben eingenistet, die nun regelmäßig fies rumflattern und dauernd auf meiner Fensterbank landen und ins Zimmer glotzen. Eine dicke Taube hat sich einen Platz auf dem Rohr, durch das der Regen fließt, zum Lieblingsplatz gemacht. Von dem aus kann sie noch besser ins Zimmer starren, als von der Fensterbank. Mit Baby kommt es ja doch ab und zu vor, dass ich mich tagsüber im Bett aufhalte, auch wenn das selten ist, weil ich ja doch während Babys Schlaf irgendwelche anderen Dinge erledige. Und dann sind die Vorhänge offen. Tauben sind echt eklig. Obwohl sie ja auch nix dafür können. Na egal.

Jedenfalls hat es heute mal wieder den ganzen Tag geregnet. Um dem Wahnsinn eines Samstags zu entkommen, faßte ich den Entschluss, sämtliche Erledigungen außerhalb der Innenstadt zu machen. Leider hat der DM auf der Hammer Straße noch nicht aufgemacht, sodass der Plan nicht ganz aufging. Aber der Anfang war gut. Ich fuhr zum Biomarkt an der Weseler Straße und kaufte allerhand feine Tees, Gewürze und derlei Dinge. Am Geistmarkt erwarb ich Lindakartoffeln, Ingwer und so weiter. Der Wochenmarkt auf dem Domplatz ist aber doch besser. Wieder zu Hause war ich klitschnass und zog mich um. Da erreichte mich ein Anruf: meine Bestellung in der Apotheke war abholbereit. Ich düste mit dem Rad ins Kreuzviertel zu der Apotheke und kaufte ein Babybioprodukt. Auf dem Rückweg verfuhr ich mich und landete aus Versehen am Ring. Da knallte es in meinem Vorderreifen und ich fuhr die nächste rechts ab. Als ich wieder auf die Promenade wollte, schrie mich eine dämliche Frau zusammen "DAS IST KEIN RADWEG" blabla. Ich antwortete: "Ich wünsche Ihnen auch einen schönen Tag." Woraufhin sie wieder schrie und Polizei rief oder so ähnlich. Münster ist nicht nur die lebenswerteste Stadt der Welt, sondern hat auch die unausgeglichensten und unfreundlichsten Menschen der Welt. In gewisser Weise zumindest. Wie oft wird man hier aus heiterem Himmel angebrüllt, als Fußgänger, Radfahrer oder Kinderwagenschieber. Vor allem im ach so tollen Kreuzviertel. Meine Herren! Die Frau wäre auch eine Kandidatin für die Masterfrage "kriegt sie denn Luft?" gewesen. Wobei das lange keiner mehr gefragt hat, weil SIE mittlerweile ja oben rausgucken kann.

Als ich wieder klitschnass nach Hause kam, stillte ich meinen Sohn und traf mich anschließend mit Frau H. im Café mit dem blödesten Namen überhaupt Bar Celona. Haha. Naja. Es gibt Schlimmeres. Das Café war jedenfalls hoffnungslos überfüllt (soviel zur Wirtschaftskrise zum 1.) und so setzten wir uns gegenüber ins Floyd, um die ganzen Schirm-Menschen in ihrem Weihnachtsgeschenkeeinkaufswahn zu beobachten. Das war recht herzerfrischend. Im Anschluss, da es immer noch regnete, gingen wir ins Gebäude gegenüber, in dem ein riesiger ESPRIT eröffnet hat. Mit großer Umstandsmode-Abteilung. Vor ein paar Monaten erzählten mir die Damen im ESPRIT in den Arcaden noch, dass sich das nicht rentieren würde. Jetzt sind wohl alle schwanger. Dann können sich die Akademiker-Mamis bei ESPRIT einkleiden und ihrem Nachwuchs dann im Königskinder und Rebellen Laden für 80 € Bodies von Steiff kaufen. Soviel zur Wirtschaftskrise zum 2.

Worauf wollte ich eigentlich hinaus? Keine Ahnung. Das muss wohl die Still-Demenz sein. Mein Fahrrad ist übrigens platt. So ein Mist! Das muss der Knall im Vorderreifen gewesen sein. So weit. So gut.

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Schnarchen an meinem Hals

03.11.2009

scheint schön zu sein. Und Physiotherapie anstrengend. Ich stelle mir viele Fragen. Banale, wie "gehe ich heute Abend zum Sport?" Aber auch große wie "wo soll ich riestern?" In all den Monaten bin ich noch kein Stück weiter gekommen. Immer dann, wenn ich eine Entscheidung treffe und sogar schon Vertragsformulare ausfülle, kommt was dazwischen. Zum Beispiel schreibt da jemand einfach rein, dass Julius mit Nachnamen so heißt wie ich. Heißt er aber leider nicht. Also brauch ich neue Formulare. Und erreiche seit Stunden niemanden bei der Bank meiner Wahl. Vielleicht doch ein anderer Anbieter? Ich weiß es doch nicht. Ich weiß doch momentan nicht mal, welches Brötchen ich beim Bäcker kaufen soll. Morgen muss ich arbeiten. Hoffentlich bin ich da entscheidungsfreudiger. Ansonsten sehe ich nicht, wie diese Homepage weiter Bestand haben soll/kann. Habe keine Zeit und Lust, hier was reinzuschreiben. Drum schließe ich sie vorübergehend. Und spreche mit Euch in "Echt". Tschüß.

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Urlaubsgruesse

08.10.2009

In
Marokko habe ich etwa 25 Postkarten geschrieben, bis heute ist keine einzige davon angekommen, von daher verzichte ich dieses Mal darauf, welche zu schreiben. Ich liege mit Julius und Jans iPhone in Hollum im Bett und freue mich schon darauf, auch gleich einzuschlafen. Das Wetter war heute praechtig und wir haben eine Fahrradtour nach Nes gemacht. Außerdem haben wir einen toten Buckelwal am Strand gesehen. Viele Gruesse und bis bald!

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Freude!

31.08.2009

Ich habe gerade diese unglaublich geile Kommode auf dem Sperrmüll entdeckt! Danke Julius, dass ich Dich ein bißchen durch die Gegend schieben musste und dabei diesen Schatz entdecken durfte, danke Jan und Pete für den Transport! Kaddy, wir müssen dann morgen noch ein bißchen hämmern und leimen, ok? Jippie!!!!!

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Marokko Teil I

23.08.2009

ist online. Wer Langeweile verspürt, kann sich das gerne durchlesen. Unter dem Menüpunkt "unterwegs".

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Sich gepflegt aufregen

23.08.2009

tut ja manchmal auch ganz gut, ne. Und welche Plattform bietet sich besser an, als das Internet.
Da mittlerweile die Ausflüge nicht mehr einer Weltreise gleichen, gibt es in der letzten Zeit auch häufiger welche davon. Das ist sehr sehr schön. Julius hat jetzt auch schon seinen zweiten Reisepass (der erste wurde vom Bürgeramt falsch ausgestellt) und so steht der Welt und uns nichts mehr entgegen. Zunächst aber folgendes: gestern war eine Fraueninfobörse im Rathausinnenhof. Ich durfte dort dank meines ehrenwerten Amtes im Infostand der Aidshilfe stehen. Zu früher Stund kamen erstaunlich viele Männer vorbei. Männer, meist mit ungepflegten Bärten, und Jutetaschen, die es zu füllen galt mit allerlei Giveaways von den zahlreichen Infoständen. Furchtbar. Wenn ich sie freundlich aufgefordert habe, dass wir uns auch über eine kleine Spende freuen, haben sie die Kulis, Blöcke, Schlüsselanhänger schnell wortlos wieder zurückgelegt. Oder eben auch nicht.

An Infoständen trifft man ja ohnehin auf manch sonderbare Menschen. Die einen kommen an und lassen ihre Wut auf die Welt raus, zum Beispiel sollen wir doch mal dafür sorgen, dass die Afrikaner keine Kinder mehr bekommen, dann gäbe es das Aids-Problem auch gar nicht mehr! Die anderen scheinen ziemlich einsam zu sein und dringenden Redebedarf zu haben. Die Leute hinter den Infoständen können ja schließlich nicht einfach weglaufen und bleiben lieb und nett... Mal ganz abgesehen davon war mir das alles ein bißchen zuviel Frau, Emanzipationsgerede und Feminismus. Nun gut. Schön war die kurze Zeit, in der ich Julius auf dem Arm und allein den Stand zu besetzen hatte. Da kamen ältere Damen an und freuten sich und erzählten von ihren Enkelkindern.

Auch schon die ausgelegten Kondome mit Herzverpackung, die aussieht wie ein Lebkuchen oder so, brachte viel Amusement. Viele Jutentaschenmänner fragten neugierig, was denn da drin sei, Duschgel, Bonbons? Die Antwort: "ein Kondom" irritierte dann doch fast immer. "Nee, sowas brauch ich nicht." "Oh, da nehm ich mal eins für einen Freund mit." Zwei um die 40jährigen Asiatinnen erschraken und legten die Kondome kichernd wieder zurück. Ein unerzogenes Kind mit Migrationsvorgeschichte und bekopftuchter Mutter schnappte sich gleich mehrere dieser hübschen Papp-Schächtelchen, bekam dann aber Ärger, als es mit dem Inhalt der Packung wedelte und musste es wieder zurückbringen ;-)

Seit einer Woche befinde ich mich in Elternzeit. Ziemlich coole Sache das. Gäbe es die nicht, müsste ich schon wieder malochen! So genieße ich die Zeit, promeniere mit Julius auf der schönen Promenade, staune, dass so viele andere Mütter alleine mit ihren Kindern promenieren und kein einziger Vater, stelle fest, dass man sich solidarisch anlächelt und freue mich, dass Sommer ist. Die Zeit rennt! Es ist schon fast unheimlich.

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Zeitfenster

01.08.2009

In Zeiten des Babyblogs und Facebook verwaist diese Seite ja komplett. Es werden sobald sicher auch keine Auslandsreisen oder -aufenthalte anstehen. Jeder kleine Ausflug ist ja momentan einer Weltreise gleich.

Irgendwann in der nächsten Zeit werde ich von einer Arbeitskollegin zum Grillen abgeholt, weil ich noch immer nicht mobil genug bin, alles allein zu schaffen. Es wird aber! Hoffentlich hält sich das Wetter. Und hoffentlich hat Julius nicht so schlimme Bauchschmerzen. Er liegt schon bereit in seiner Kinderwagentrage und atmet ganz ruhig - bis ich diese Zeilen tippe...

Das einzige, was sich auf dieser Homepage tatsächlich noch tun wird in den nächsten Wochen/Monaten, ist der Marokko-Urlaubsbericht, den ich gedenke online zu stellen. Wenn es soweit ist, melde ich mich. Und alles weitere gibt es dann in echt, am Telefon, per Email oder im Babyblog. Und wenn's dann wieder in die weite Welt hinaus geht oder es sonst etwas zu berichten gibt, was nichts mit Julius zu tun hat, wird dieses Medium sicher wieder aktiviert. Könnte allerdings dauern. So long.

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Dies sind nur die letzten zehn Einträge, ...

... aber hier geht es weiter zu den ersten 10.000.